Kommentarstimme für die Doku: Das jüdische Österreich nach 1945, 8. Mai 2021 ORF III

Auslöschung und Neuanfang – Das jüdische Österreich nach 1945

In den Jahren des Schreckensregimes der Nationalsozialisten in den Jahren 1938-1945 wurde das jüdische Österreich so gut wie ausgelöscht. Zehntausende österreichische Juden wurden ermordet, mehr als hunderttausend vertrieben. Nach 1945 begann sich langsam wieder jüdisches Leben aufzubauen, doch noch lange waren die Auswirkungen der NS-Zeit zu spüren. Die ORF-III-Neuproduktion von Uli Jürgens geht der Frage nach, wie sich das jüdische Österreich durch die Umwälzungen des Zweiten Weltkrieges verändert und wie es sich über die Jahrzehnte wieder zu einem festen Bestandteil des Landes entwickelt hat.

Female Pleasure ORF 2, 7. März, 23 Uhr 13 2021

Fünf Menschen unterschiedlichster Herkunft und unterschiedlicher Religion haben ein gemeinsames Problem: Sie sind Frauen. Deborah Feldman, ultraorthodoxe Jüdin aus New York, Leyla Hussein, Muslimin afrikanischer Abstammung, Rokudenashiko, traditionell-buddhistische Japanerin, Doris Wagner, protestantisch-katholisch aus Bayern und Vithika Yadav, Hindusistin aus Nordindien haben sich dem Kampf gegen die weltweite Diskriminierung des weiblichen Geschlechts verschrieben.

Widerstand im Museum – Rose Valland ORF2 23 Uhr 34, 2021

Die Kunsthistorikerin Rose Valland arbeitete als Assistentin im Musée du Jeu de Paume, als die Nazis 1940 in Paris einmarschierten und mit der systematischen Plünderung von Kunstwerken aus Museen und privaten Sammlungen begannen. Das Jeu de Paume diente den Nazis als zentrales Zwischendepot. Unter Einsatz ihres Lebens sammelte Valland im Geheimen sämtliche Details zu den gestohlenen Arbeiten und vermerkte woher sie kamen, wohin sie transportiert wurden und für welchen Nazi-Funktionäre sie bestimmt waren.

Reisereportage: Stadt der Lava Hafnarfjördur in Island

Hafnarfjördur liegt auf der Halbinsel Reykjanes, 15 km entfernt von Reykjavík, in einer seismisch sehr aktiven Gegend und vereint die irrationale Seite Islands mit Aluminiumindustrie. Das malerische Städtchen bietet in Vertiefungen der schroffen Lava nicht nur Schutz für die bunten Häuser seiner sichtbaren Bewohnerinnen und Bewohner, sondern auch seiner unsichtbaren. Im Lavafeld, das vor 7.000 Jahren durch einen Ausdruck des 5 km entfernten Kraters Búrfell entstanden ist, soll es vor Elfen, Gnomen, Zwergen und Feen nur so wimmeln. Andererseits verfügt Hafnarfjördur über einen der größten Umschlaghäfen des Landes, um das Aluminium, das nur wenige Kilometer entfernt in riesigen, weniger anheimelnden Hallen produziert und weltweit verschifft wird.