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Ursula Scheidle schreibt: Drehbuchwerkstatt München-Steiermark-CINEART 2017/2817 (foto by Gerhard Gutruf)

https://www.drehbuchwerkstatt.de/

http://www.filmkunst.steiermark.at

Die DrehbuchWerkstatt München – Steiermark ermöglicht Autoren eine einjährige postgraduale Aus- und Fortbildung an der renommierten Münchner Hochschule für Film und Fernsehen (HFF) und soll damit die internationale Vernetzung des Filmstandorts Steiermark befördern.

Die Gesellschaft der Freunde und Förderer der Hochschule für Fernsehen und Film in München e.V. – im Verbund mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, dem Bayerischen Rundfunk und der Hochschule für Fernsehen und Film – richtet die DrehbuchWerkstatt München aus seit dem 22. Mai 1989.

Die Teilnehmer bilden sich während eines Jahres in Dramaturgie, Filmsprache, Filmproduktion und Medienrecht fort. Im Mittelpunkt der praktischen Ausbildung steht die Entwicklung eines eigenen Drehbuchs zur Kurbelreife.

Das Drehbuchjahr gipfelt in der Vorstellung aller Autoren und ihrer Werke während des Filmfests München. Die Präsentation der DrehbuchWerkstatt München im Literaturhaus – seit 2012 auf der Bühne des AudimaxX der neuen Hochschule für Fernsehen und Film im Pinakotheken-Viertel – hat sich während 20 Jahren zum obligaten Treffpunkt für deutschsprachinge Stoff-Sucher und -Entwickler (Produzenten, Redakteure, Agenten usf.) entwickelt.

       

LESUNG: DAS GROßE HERZ

Sara Stridsberg ist eine der bedeutendsten Autorinnen Skandinaviens. In ihrem neuen Roman erzählt sie von den Abgründen der Seele und dem Licht der Liebe.

Moderation: Andrea Zederbauer

Lesung der deutschen Texte: Ursula Scheidle

Das große Herz

 

Zimmer mit Aussicht

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Drei Aussteiger an der Südküste Kretas *

Zimmer mit Aussicht. Vom Leben im Süden, an Stränden und in Höhlen. Von Ursula Scheidle
In der Reihe „Abgetaucht. Geschichten vom Wasser“. Im Ö1 Online-Auftritt begleitet von Arbeiten der Fotokünstlerin Silvia Maria Grossmann.

Drei Menschen, die verschiedener nicht sein könnten, verbindet ein Traum: Sie möchten ein Leben außerhalb der gesellschaftlichen Norm führen. Ein Experiment versuchen. Sich aussetzen: der Natur, der Unbequemlichkeit, den Fragen nach der eigenen Identität.

Stephanie Strassner, Künstlerin aus Deutschland, Joel Grandel, ehemaliger Kohlenminenarbeiter aus Belgien, und Yves Valentin, Weltreisender aus Straßburg, hat es zu unterschiedlichen Zeitpunkten an denselben Ort verschlagen. An die Südküste von Kreta, an die Strände bei Matala und Lentas. Dort wohnen sie in Höhlen oder in Bambushütten. Und das seit Jahrzehnten.

Ursula Scheidle hat die drei Menschen um die 50 in ihren Behausungen besucht. Sie erzählen von starken Momenten in einem ungewöhnlichen Leben. Und davon, was von den Träumen übrigbleibt, wenn sie Wirklichkeit werden.
Die Musik zu diesem Feature stammt von den beiden österreichischen Musikern Robert Horak und Gerald Selig, die sich dazu vor Ort am Strand von Lentas zu Improvisationen inspirieren ließen.

Ton: Elmar Peinelt
Redaktion: Elisabeth Stratka

 

Armenien: Der Lebenstraum des Maxim Atayants

Die Sowjetunion befindet sich 1991 noch im Zerfallsprozess. Mitten in den politischen Wirren steuert der Krieg zwischen den Unions-Republiken Aserbaidschan und Armenien auf seinen Höhepunkt zu. Dabei befiehlt der noch amtierende Präsident Michail Gorbatschow der aserbaidschanischen Armee eine Säuberungsaktion in der armenischen Enklave Nagorni Karabach, auch als Berg-Karabach bekannt. 24 Dörfer werden geräumt, zerstört und deren Bevölkerung deportiert.

In einer dieser armenischen Siedlungen, in Karagluch, wird dabei auch die Kirche abgetragen. Zehn Jahre später beschließt der Ur-Urenkel des Erbauers genau dieser Kirche, der heute in St. Petersburg lebende, prominente Architekt Maxim Atayants, den Sakralbau mit privaten Geldern wieder zu errichten. Bereits 2012 findet die Grundsteinlegung statt. Seit 2015 ist die Kirche eingeweiht und wieder geöffnet. Allein, die Siedlung Karagluch ist nach wie vor unbewohnt. Doch Maxim Atayants hat große Pläne für den kleinen Ort in den Bergen, unweit der Hauptstadt der nicht anerkannten Republik Berg-Karabach.

Regelmäßig reist er in die Region. Er arbeitet nicht nur am Wiederaufbau des armenischen Dorfes, sondern schmiedet bereits Rücksiedlungspläne. Bald könnten in Karagul wieder Menschen leben, vielleicht sogar frühere Bewohner/innen des Dorfes. Eine politisch fragile Angelegenheit: Noch befinden sich die beiden ehemaligen Sowjetrepubliken de facto im Kriegszustand.

Yerevan vor Ararat