Female Pleasure ORF 2, 7. März, 23 Uhr 13

Fünf Menschen unterschiedlichster Herkunft und unterschiedlicher Religion haben ein gemeinsames Problem: Sie sind Frauen. Deborah Feldman, ultraorthodoxe Jüdin aus New York, Leyla Hussein, Muslimin afrikanischer Abstammung, Rokudenashiko, traditionell-buddhistische Japanerin, Doris Wagner, protestantisch-katholisch aus Bayern und Vithika Yadav, Hindusistin aus Nordindien haben sich dem Kampf gegen die weltweite Diskriminierung des weiblichen Geschlechts verschrieben.

Widerstand im Museum – Rose Valland ORF2 23 Uhr 34

Die Kunsthistorikerin Rose Valland arbeitete als Assistentin im Musée du Jeu de Paume, als die Nazis 1940 in Paris einmarschierten und mit der systematischen Plünderung von Kunstwerken aus Museen und privaten Sammlungen begannen. Das Jeu de Paume diente den Nazis als zentrales Zwischendepot. Unter Einsatz ihres Lebens sammelte Valland im Geheimen sämtliche Details zu den gestohlenen Arbeiten und vermerkte woher sie kamen, wohin sie transportiert wurden und für welchen Nazi-Funktionäre sie bestimmt waren.

Reisereportage: Stadt der Lava Hafnarfjördur in Island

Hafnarfjördur liegt auf der Halbinsel Reykjanes, 15 km entfernt von Reykjavík, in einer seismisch sehr aktiven Gegend und vereint die irrationale Seite Islands mit Aluminiumindustrie. Das malerische Städtchen bietet in Vertiefungen der schroffen Lava nicht nur Schutz für die bunten Häuser seiner sichtbaren Bewohnerinnen und Bewohner, sondern auch seiner unsichtbaren. Im Lavafeld, das vor 7.000 Jahren durch einen Ausdruck des 5 km entfernten Kraters Búrfell entstanden ist, soll es vor Elfen, Gnomen, Zwergen und Feen nur so wimmeln. Andererseits verfügt Hafnarfjördur über einen der größten Umschlaghäfen des Landes, um das Aluminium, das nur wenige Kilometer entfernt in riesigen, weniger anheimelnden Hallen produziert und weltweit verschifft wird.

Scheidle spricht Radio-Dokus: Umstrittene Gletscherehe

Vor einem Jahr wurde viel Pulverschnee aufgewirbelt: Zwei Skigebiete sollen zu einem verschmelzen. Die Pisten-Skifahrerinnen und -fahrer sollen in Zukunft ganz einfach vom Ötztal ins Pitztal schaukeln können und umgekehrt, geht es nach den Plänen der Seilbahnbetreiber. Doch die naturräumlichen Eingriffe in der Gletscherregion sind massiv, kritisieren Bürgerinitiativen, Alpinvereine und NGOs.

Friedhofsgeschichten aus Reykjavík in Ö1/Ambiente

Recht zentral, in der Nähe des Stadtteichs und des Nationalmuseums, liegt auf einer Anhöhe der historische Friedhof von Reykjavík, Hólavallagarður. Sein ältestes Grab ist datiert mit dem Jahr 1838. Heute ist der Friedhof nicht nur ein Ort für die Toten, sondern, wie sein Chef-Gärtner Heimir Janusarson sagt, vor allem ein Ort für die Lebenden. Auf seinen ca. 3.000 Quadratmetern birgt er nicht nur kunstvolle Grabsteine aus Basalt mit dekorativen Bildern, sondern auch an die 200 Pflanzensorten und eine ungewöhnlich dichte Sammlung verschiedenartiger Bäume, importiert aus allen Erdteilen. So reichhaltig seine Fauna ist, so vielseitig sind die Geschichten, die der Gärtner Heimir Janusarson zu den einzelnen Gräbern und über die Aktivitäten, die der Friedhof für seine Stadtbewohner bereithält, erzählt.