(c) foto mischief films: Neue Meister, altes Handwerk ARTE-TV und Mischief Films 2019

Neue Meister, altes Handwerk

Ein Film von Georg Misch

by mischief films

Eine Serie auf der Suche nach alter Handwerkertradition in den Händen von jungen innovativen MeisterInnen Gibt es einen Trend zum Handwerk? Ist das bloß Lifestyle und gerade mal eine Mode? Und braucht die Gesellschaft überhaupt handgemachte Dinge, ist das nicht Luxus für Privilegierte? Oder stehen die neuen Ideen gepaart mit alten Handwerkstechniken für Nachhaltigkeit, Qualität und Schönheit? Die Serie führt nicht nur in die Werkstätten, sie begleitet die HandwerkerInnen im Alltag, zeigt ihre Verbundenheit mit der Region, zeigt wie sie moderne Anforderungen an das Metier mit alten Techniken verbinden. Der Fokus liegt auf der Reibung zwischen Tradition und Gestaltungswillen. Es sind junge Menschen, die nicht nur fortsetzen, sondern vor allem Neues schaffen, ihre Vorstellungen verwirklichen wollen.

 

Sprecherin: Ursula Scheidle

Zoltán Danyi: Der Kadaverräumer

Der Jugoslawienkrieg hat den serbischen und zur dortigen ungarischen Minderheit zählenden Schriftsteller Zoltán Danyi nie losgelassen. Fast zwei Jahrzehnte scheiterte er an dem Versuch, eine monströse Realität einzufangen, die ihn selbst fast verschlungen hätte. Eines Tages war der Ton da – ein Sound, der einen beim Lesen bezwingt. Der Text
schillert wie die Oberfläche eines verseuchten Gewässers.

Moderation: Fritz Ostermayer
Lesung: Ursula Scheidle

Zoltán Danyi, 1972 in Senta/Jugoslawien geboren, studierte Philosophie und Literatur in Novi Sad und Szeged. 2003 debütierte er als Lyriker und veröffentlichte Gedichte und Kurzgeschichten. Er promovierte 2008 über Béla Hamvas und war Lektor und Hochschullehrer. Für seinen ersten Roman Der Kadaverräumer wurde er mit dem Miklós-Mészöly-Preis ausgezeichnet. Danyi, ein Angehöriger der ungarischen Minderheit in Serbien, lebt als Rosenzüchter in Senta.

FRANUI: Hörbilder Spezial

Franui, das Musikensemble, das sich in dem kleinen Osttiroler Dorf Innervillgraten gegründet hat, ist 25 Jahre alt. Die zur Beerdigung gespielten Trauermärsche prägten die Musiker genauso wie die Tanzlmusik zum Kirchtag. Aus diesen Quellen schöpfend komponierten Bandgründer Andreas Schett und Kontrabassist Markus Kraler gemeinsam die ersten eigenen Stücke mit Titeln wie “ … schreibt die Ortsbäuerin“.

In Rubriken wie Neue Volksmusik, Klassik oder Jazz lässt sich Franui nicht einordnen. Unter dem Motto „Nicht umblättern, weiterspielen!“ schreiben sie Musik gerne weiter. So haben sie etwa Lieder von Schubert, Brahms oder Mahler weiterkomponiert. Manchmal lassen sie die Noten stehen, wie sie sind und interpretieren sie mit ihrem Instrumentarium ganz neu.

„Das Wichtigste ist vielleicht, dass die Musik nie eindeutig sein soll. Also sie soll sich nicht eindeutig ans Herz oder eindeutig an den Verstand richten. Oder eindeutig auffordern, das ist jetzt lustig oder da soll man jetzt die Tränendrüsen walten lassen. Uns ist wichtig, dass ganz viele Gedanken und Gefühlszustände möglichst in einem Takt, also in einem Klang sein können,“ sagt Andreas Schett.
In einem Heustadl in Innervillgraten haben die Musiker 1993 begonnen. Heute sind sie auf prominenten Bühnen zu Gast – von den Salzburger Festspielen bis zur Hamburger Elbphilharmonie, vom Wiener Konzerthaus bis zur Staatsoper Unter den Linden in Berlin.

Ton: Robert Pawlecka
Redaktion: Elisabeth Stratka

Hörbilder Spezial

Gestaltung

SCRIPT TALENT AWARD 2018

Der Autorin Ursula Scheidle gelingt es durch eine innovative Erzählweise und mit
eindrucksvollen Bildern, den Lebensweg der Österreichisch-Jüdischen Emigrantin
Melitta Urbancic und ihrer wunderschönen Gedichte in der Gestalt der Hauptfigur
Nina nachzugehen und „lebendig“ werden zu lassen. Die Schauspielerin Nina reist
auf den Spuren ihres Vorbilds nach Reykjavík und muss sich – wie damals
Melitta – ein neues Leben aufbauen. 

So wird Alma Magic zu einer unkonventionellen und poetischen Erzählung, in der
sich (Ge)Schichten, Figuren und Zeiten überlagern. Mittels einer klugen
narrativen Verflechtung von Gedichten, Metaphern, sowie aus der Zeit & Raum
gefallenen Figuren entstehen starke Filmbilder, die den Zuschauer auf eine
wahrhaft sinnliche Reise in das Innenleben der Hauptfigur mitnehmen.

Die Jury ist gespannt auf den weiteren Weg dieser viel versprechenden, höchst
aktuellen Geschichte und ihrer begabten Autorin.

Dr. Anke Beining, Kerstin Polte und Viktoria Salcher

(Teleproduktions-Fonds und Arena Cinemas)