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Was hat das mit mir zu tun? (Ursendung 7. Mai 2017, 20.15 Uhr, Ö1 „Tonspuren“)

„Und was hat das mit mir zu tun?“ Der Journalist und Autor Sacha Batthyany über ein Nazi-Verbrechen, seine Familie und sich selbst. Feature von Eva Schobel

Begonnen hat alles im Jahr 2007, ein Jahr bevor Elfriede Jelineks Stück „Der Würgeengel“ über das Massaker an 200 Juden in Rechnitz uraufgeführt wurde. Der 34-jährige Schweizer Journalist Sacha Batthyany arbeitet gerade an einem Artikel über Samenspender in Holland, als ihm eine Kollegin einen Artikel aus der FAZ auf den Redaktionstisch legt: „Die Gastgeberin der Hölle“ steht da in fetten Lettern zu lesen, darunter ein Foto seiner Großtante Margit Thyssen-Batthyany.

Diese angeheiratete steinreiche Großwildjägerin und Geliebte diverser Nazi-Größen, war ihm schon als Kind herzlich unsympathisch. Aber hat sie tatsächlich getanzt und gelacht, auf diesem letzten Fest auf dem Schloss in Rechnitz kurz vor Einmarsch der Russen? Hat sie womöglich sogar selbst geschossen, wie Jelinek insinuiert? Sacha Batthyany recherchiert das Geschehene lückenlos, um festzustellen, dass es für ihn um mehr geht.

Auf der Couch eines Psychoanalytikers versucht er sich selbst und dem Psychogramm seiner Familie auf die Schliche zu kommen. Inmitten des riesigen Batthyany-Clans, der seiner Aufklärungsarbeit teils skeptisch gegenübersteht, gewinnt er seinen Vater, zu dem er ein sehr schwieriges Verhältnis hat, zum Komplizen. Der gibt ihm das Tagebuch seiner Mutter, Sachas Großmutter, das er gegen deren ausdrücklichen Willen nicht verbrannt hat.