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Scratch Night I 6. JUNI 2018: 22:00 – | 2 Sauraugasse (ehem. Landesdruckerei)

Wer darf seine Stimme erheben?
Wer wird gehört und wer überhört?
Worüber wird wo wie gesprochen?
Was wird verschwiegen?

Durch unser Sprechen gestalten wir die Wirklichkeit, ob wir es wollen oder nicht. Autorinnen und Autoren haben ein feines Sensorium für diese Vorgänge. Indem sie mit und an Worten arbeiten, lassen sie uns hören, wie Mut klingt, wie Solidarität, wie Ehrlichkeit und wie die Zerstörung. Sie haben keine Angst, unbequem zu sein. Und sie halten uns einen Spiegel vor: Während wir zuhören und – im Theater – zuschauen, eröffnen sie uns Räume des Nachdenkens über das eigene Sprechen.

Auch die dritte Ausgabe des internationalen DRAMATIKER|INNENFESTIVAL Graz – ausgerichtet vom Schauspielhaus und dem DRAMA FORUM von uniT– ist neuen und bereits arrivierten Dramatikerinnen und Dramatikern der Gegenwart gewidmet. Gemeinsam mit ihnen ergreifen wir das Wort und suchen in Aufführungen, Präsentationen, Lesungen und Diskussionen nach Rede-Möglichkeiten und nach Sätzen, die es heute braucht.  Diese erobern nicht nur vertraute Grazer Theater-Spielstätten, sondern auch eine ehemalige Druckerei, Kirchen und den öffentlichen Raum.

Zahlreiche Gäste, Performer*innen, Redner*innen, Dramatiker*innen aus dem In- und Ausland werden am diesjährigen Festival teilnehmen; aus Österreich sind einige bekannte Namen vertreten: u.a. Fiston Mwanza Mujila, Stefanie Sargnagl, Ferdinand Schmalz, Gerhild Steinbuch und Peter Waterhouse.

Detaillierte Informationen und das Festivalprogramm finden Sie unter:

https://www.dramatikerinnenfestival18.at/

LESUNG: DAS GROßE HERZ

Sara Stridsberg ist eine der bedeutendsten Autorinnen Skandinaviens. In ihrem neuen Roman erzählt sie von den Abgründen der Seele und dem Licht der Liebe.

Moderation: Andrea Zederbauer

Lesung der deutschen Texte: Ursula Scheidle

Das große Herz

 

GPS im Porgy and Bess

Dienstag, 20. September 2016 um 20 Uhr 30 Uhr „GPS im Porgy and Bess“ – Live-Hörspiel und Live-Konzert.

Eine vergnügliche Veranstaltung auf der Bühne des Jazzclubs, in welcher Sprache und Musik miteinander verschmelzen …
inkl. Konzert mit den beiden Musikern Helmut Jasbar und Peter Rosmanith.

GPS ­– Global Positioning System

Helmut Bohatsch und Ursula Scheidle: Stimmen
Helmut Jasbar: Gitarre
Esther Muschol: Regie

Ein akustisches Roadmovie für einen Taxifahrer, einen Gast und ein verrückt-spielendes GPS. Ein preisgekröntes Hörspiel der Autorin und Schauspielerin Ursula Scheidle wird
Zur szenischen Live-Performance.

Jasbarschrägstrichrosmanith

Helmut Jasbar: guitar
Peter Rosmanith: percussion

Jasbar und Rosmanith haben sich schon mit World Music beschäftigt, als dieser noch “Folklore Imaginaire” hieß. (Jasbar Live at the Havana Guitar
Festival 1992), als die Hamburger „Zeit“ mit den Worten „Ein Talent macht auf sich aufmerksam“ begrüßte. Die beiden verschmelzen Musik als ihr Echo auf Ihr Erbe und ihre Gegenwart, Improvisation mit Komposition und Melodien mit Noise.

IN MARIES LOFT – Cinemascope (Dramatikerstipendium BMUKK 2015)

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Aus dem Stück

Synopsis

„Jede Kreatur, so scheußlich und abgewrackt sie ist, verkörpert doch noch eine Utopie. Das ist auch bei Joseph Roth so. Da geht es ebenfalls um eine Lebensform, die nichts mit Siegen zu tun hat, nichts mit Erfolgen, die (laut Enzensberger) immer etwas Tückisches haben. Tückisch redet man zum Beispiel in der Siegersprache von ‚Modernisierungsverlierern’. Eine gestanzte Formulierung, die dazu dient, die Verlierer, die in dieser Gesellschaft ohnehin schon verloren haben, noch einmal aufzuspießen. Die Spießer sind die großen Gewinner.“ (Franz Schuh)

neu erschienen bei: Felix Bloch Erben

Im Puppenhaus (2009)

Weltpappe, Weltschlappe, Lebenskrawatte, Familiengepappe! – Burn out! Stadium eins!

Entstanden mit Hilfe eines Werkstattstipendiums der uni-T und Nominierung zum Retzhofer Literaturpreis 2010; frei zur Uraufführung

Synopsis

Nur Zimmer – ohne das Haus. Wo Wände standen – Klebestreifen. Und wo der Körper endet, fängt die Puppe an. Im Puppenhaus nach Ibsens Nora: Die Sexpuppe Erika feiert Weihnachten mit dem Ehepaar Hans und Anna. Maria, Hans’ heimliche Geliebte, hat dessen Ex-Chef Peter eingeladen. Und wo Liebe nicht ist, wird etwas Lebendiges geschenkt: Angst, Burn-Out, Arbeitslosigkeit, Amokläufe und der Leguan Franz. Sonst – alles wie immer. Der kleine Alltagswahnsinn im großen Lebenschaos. Bauen Sie selbst Ihr Haus!

Das geteilte Wohnzimmer  zeigt zwei verschiedene Lebenswelten: Die Welt des Ehepaars HANS und ANNA, die Welt von MARIA.  Die Begrenzungen der beiden Lebenswelten bzw. die Raumverhältnisse sind variabel. Sie werden im Laufe des Stücks immer wieder neu definiert  bzw. lösen sich mehr und mehr auf. HANS, ANNA, MARIA, PETER  und ERIKA (Das Klebeband ist ihr Requisit. Manchmal verwenden es auch die anderen Figuren.), FRANZ, sobald er in das Geschehen eingeführt wird, verlassen die Szene während der gesamten Spieldauer nie. Sie sitzen, stehen, liegen und  positionieren sich  während der gesamten Handlung  je nach Bild (Puppen im Puppenhaus.). Die Namenswahl HANS-PETER, ANNA-MARIA ist kein Zufall. Sie sind als Doppelfiguren zu lesen, zu positionieren. Sie sind sich gegenseitig Schatten, Projektion, Wunsch, Angst, Vorstellung. ERIKA und FRANZ sind demnach Schatten, Projektion, Wunsch, Angst, Vorstellung aller.Die Requisiten im Stück sind in ihrer Funktion alle entweder zu groß, zu klein, zu lang, zu kurz, zu laut, zu bunt, zu viel, zu wenig. Das passt hier alles nicht. Das hat hier keine Logik, sagt einmal HANS.

Kleine Leseanleitung zum Ton der Figuren: Die Sprache verdrängt das Gefühlte. Sie ist den Figuren zur Maske geworden. Diese Maske erinnert zwar an das reale Gesicht darunter. Manchmal bricht die Emotion durch diese Maske.

Synopsis (PDF)