Die Arbeit der Nacht (NDR/ORF 2014)

N. d. Roman v. Thomas Glavinic. Bearbeitung und Regie: Ursula Scheidle. Musik: Hans Platzgumer. Mit Markus Hering, Hans Piesbergen, Dorothee Hartinger, Bibiana Zeller (NDR/ORF 2014)

Kann ein Mensch leben, wenn die Menschen verschwunden sind? Ihre Welt und ihre Dinge existieren noch: Straßen, Supermärkte, Bahnhöfe, alles ist leer. So ergeht es einem Mann, der in der Nacht aufwacht und schrittweise entdeckt, dass er vollkommen allein ist, nicht nur in Wien, der Stadt, die ihm vertraut ist; wahrscheinlich überall. Etwas muss, während er schlief, passiert sein. Was kann er noch tun dieser letzte Mensch namens Jonas? Ist er der einzige Überlebende einer Katastrophe? Auf der Suche nach Lebenszeichen anderer Menschen auf der Erde bricht er auf zu einer Reise durch ein ausgestorbenes Europa. Die Reise wird zu einem Höllentrip ins eigene Ich, genährt durch bodenlose Angst und Einsamkeit. In seinem 2006 erschienenen Roman erreicht Glavinic – so urteilte der Schriftsteller Daniel Kehlmann – „die Höhe seiner Kunst, hier gelingen ihm Szenen des subtilen Grauens, wie man sie nur aus David Lynchs Filmen kennt“.

Perpetuum Mobile (ORF 2013)

von Hans Peter Meisnitzer

Synopsis

Hubert Gamper, Autohändler und ehedem der erste Profi-Skirennfahrer aus dem
Burgenland, steigt aus. Endgültig, für immer. Denn glücklich ist nur der, der aussteigen
kann. In seinem Fall aus dem Perpetuum Mobile eines falsch gelebten Lebens. Weder Beruf,
noch Ehe werden dem sensiblen Ski-Star, der nun im Betrieb seines Schwiegervaters
arbeitet, auf die Dauer gerecht. Aber bevor Hubert Gamper sich endgültig verabschiedet,
trifft er noch einmal die namenlose Erzählerin, seine Jugend- und eigentliche Lebensliebe
und verbringt mit ihr einen letzten Tag in der ehemaligen Habsburger-Stadt Zagreb.

In seinem ersten Hörspiel reizt der österreichische Autor Hans-Peter Meißnitzer geschickt
die Erzählformen des Hörspiels aus. Man folgt den aufgezeichneten Erinnerungen der
Erzählerin, um vielleicht mit ihr gemeinsam ein Indiz für ein Versäumnis zu erkennen, das
das Gröbste hätte verhindern können. Doch das Stück will keineswegs die Motive eines
Selbstmords freilegen. Es beleuchtet in einem direkten, leichten Ton, wie sehr eine
Biografie von Umständen und zufälligen Gelegenheiten geformt werden kann, wie brüchig
die Grenze zwischen Sein und Schein ist, aber auch, dass Liebe zwischen zwei Menschen
all das, über den Tod hinaus, überdauern kann.

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 Team

mit Mishou Friesz und Wolf Bachofner

Technik: Katharina Ahammer, Stefan Wirtitsch, Anna Kuncio

Regie: Ursula Scheidle

Was lange gärt, wird endlich Wut – Protokoll eines Asylverfahrens (ORF 2011/12)

Kurzbeschreibung

Eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit dem Phänomen „Integration Made in Austria“, sowohl im privaten, als auch im halb-öffentlichen Bereich einer lokalen Kirchengemeinde.

Pressestimmen

Presse (Pdf)

Auszeichnungen

Claus Gatterer Preis, Leopold Ungar Anerkennungspreis, Hilfswerk Journalisten Preis

Das Radiofeature „Was lange gärt wird endlich Wut/Protokoll eines Asylverfahrens“ ist eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit dem Phänomen „Integration Made in Austria“, sowohl im privaten, als auch im halb-öffentlichen Bereich einer lokalen Kirchengemeinde: Eine fünfköpfige Familie ist von der Abschiebung in den Kosovo bedroht. Ein befreundetes Ehepaar aus Wien setzt sich für sie ein und verstrickt sich im Labyrinth des behördlichen Asylverfahrens. Die Recherchen zu der im Mai 2011 ausgestrahlten Sendung begannen im März 2010. Der opportune Umgang der Bundesregierung, insbesondere des Bundesministeriums für Inneres mit dem Bleiberecht, der Europäischen Menschenrechtskonvention, sowie vor allem der UN-Kinderrechtskonvention machte eine vollinhaltliche, viele Monate dauernde Recherche in diversen Gesetzestexten notwendig. Zugleich musste der aktuelle Fall der Familie Maksuti aus Gjakova/Kosovo verfolgt werden. „Diese journalistische Beharrlichkeit, die Ausdauer und der Mut der Radiomacher, wird mit dem heurigen Prof. Claus Gatterer-Preis ausgezeichnet“, so die Jury-Begründung.

Auszeichnungen (Pdf)

Auszug aus dem Feature

Das Gutruf – Geschichten aus 101 Jahr Hinterzimmer (ORF 2008/2009)

Ende der 40er Jahre wurde das Delikatessen Geschäft „English House“ zum berühmten Hinterzimmer. Die so unterschiedlichen Lebensläufe und Persönlichkeiten im Gutruf Soziotop vereinte eine Maxime: „Don´t bore“! frei nach Billy Wilder, der übrigens einst noch als Samuel Wilder und junger Reporter auch seinen Fuß in die „Thee-Handlung“ setzte.

Ursula Scheidle erzählt mittels einer fiktiven Figur (Schauspieler Wolfram Berger wurde mit der Rolle besetzt) die zeitgeschichtliche Bedeutung eines der, über mehrere Jahrzehnte, interessantesten Lokale Wiens. „Der Nowak Roman“, den der Schauspieler Wolfram Berger seine Stimme verleiht, sitzt im Lokal und lädt den Radiohörer als seinen Gast ein.

Die Autorin spielt hier bewusst mit den Erzählmitteln des Radiogenres Feature und es gelingt ihr, durch die Wahl des fiktiven Monologs, die Atmosphäre und die historischen Charaktere mit ihrer auch für die österreichische Alltags- und Kulturgeschichte wichtige Bedeutung in besonderem Maße transparent und verständlich zu machen.

Presse (PDF)

Synopsis (PDF)

Ö1 Online Artikel (PDF)

 

Sprecher: Wolfram Berger

Zimmer mit Aussicht (ORF 2009/2010)

Kurzbeschreibung

Es liegt im Wesen der Sehnsucht, nie das gewünschte Ziel zu erreichen. Was passiert aber, wenn man an seinem Sehnsuchtsort angekommen ist und dort ein Alltag beginnt?Drei Menschen, die verschiedener nicht sein könnten, verbindet ein Traum: Sie möchten ein Leben außerhalb der gesellschaftlichen Norm führen. Ein Experiment versuchen. Sich aussetzen: der Natur, der Unbequemlichkeit, den Fragen nach der eigenen Identität.

Pressetext

Pressetext (PDF)

Ö1 Artikel Gehört

Artikel.Gehört (PDF)

Links

www.strassner-art.com
www.myspace.com/magicbizarre

Auszug aus dem Feature