Wahl zum Hörspiel des Jahres

 

 

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Publikumswahl zum Hörspiel des Jahres

Teilnehmen können Sie noch bis 20. Jänner 2016 per Postkarte an ORF-Hörspiel, Argentinierstraße 30a, 1041 Wien oder per Mail: hoerspiel@orf.at
Regie: Ursula Scheidle, Musik: Gunnar Geisse, Technik: Sebastian, Rudolf Grosser, Regieassistenz: Anne Abendroth, mit: Chris Pichler, Michael Dangl und Nicole Heesters, Produktion: NDR/ORF; Dramaturgie: Henning Rademacher

Teaserstück „Train of Sound“

 

Train of Sound. Premiere (22.10. 2016 im ORF; Ursendung 25.01.2017 NDR)

Endlich ist sie angekommen am Ende der Welt, in Island im „Guest House Aurora“ in Reykjavik. Für Berna, der leidenschaftlichen Soundjägerin für Radio, Online und TV ist dies die letzte Station eines rastlosen Jahres. Als sie in ihrer Firma auf einen Wechselarbeitsplatz versetzt wird, kündigt sie ihr „digitales Sklavendasein“. Ein Jahr lang bestimmen nun Fahrplan, Großraumwagen und die Bahncard 100 ihr Leben. Und sie wird berühmt: „German woman starts living on a train“ titelt der Independent. Mit ihrem Freund Lazlo, einem Tonmeister, der ihre Sounds nach Hollywood verkauft, führt sie eine „SMS-, Whats App- und Skype-Beziehung“. Und da sind plötzlich in den Zügen diese Menschen aus dem Krieg. Bei Berna werden Erinnerungen an die Großmutter und ihre dramatische Flucht aus Ungarn 1956 wach. Bernas letzte definitive Soundmischung auf einem USB Stick wird zur Hommage an ihre Großmutter …

Interviewausschnitt aus der Sendung „Hörspielgalerie“, vom 22. Oktober 2016, ORF/Ö1 (mit Monika Kalcic)

TRAIN OF SOUND

LASZLO: Bist also aufgestanden.
BERNA: Das bewegungslose Vorankommen,
LASZLO: Und raus gegangen
BERNA: von Ort und zu Ort,
LASZLO: Aus deiner Wohnung
BERNA: weder der Ort, wo du herkommst, spielt dabei eine Rolle,
LASZLO: Aus deiner Firma.
BERNA: noch der Ort, wo du Station machen wirst,
LASZLO: Aus deinem Leben.
BERNA: einzig die Landschaft, die an dir vorüberzieht, nimmst du wahr,
LASZLO: Hast dir die Bahncard 100 besorgt,
BERNA: so wie die Menschen, die sich für bestimmte Wegstrecken zu dir setzen.
LASZLO: Und hast deine Wohnung, deine Firma und dein Leben in die Züge ausgelagert.

(Auszug aus dem Stück „Train of Sound“ von Ursula Scheidle)

Mit Chris Pichler, Michael Dangl und Nicole Heesters

Musik: Gunnar Geisse

Regie: Ursula Scheidle

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Die Arbeit der Nacht (NDR/ORF 2014)

N. d. Roman v. Thomas Glavinic. Bearbeitung und Regie: Ursula Scheidle. Musik: Hans Platzgumer. Mit Markus Hering, Hans Piesbergen, Dorothee Hartinger, Bibiana Zeller (NDR/ORF 2014)

Kann ein Mensch leben, wenn die Menschen verschwunden sind? Ihre Welt und ihre Dinge existieren noch: Straßen, Supermärkte, Bahnhöfe, alles ist leer. So ergeht es einem Mann, der in der Nacht aufwacht und schrittweise entdeckt, dass er vollkommen allein ist, nicht nur in Wien, der Stadt, die ihm vertraut ist; wahrscheinlich überall. Etwas muss, während er schlief, passiert sein. Was kann er noch tun dieser letzte Mensch namens Jonas? Ist er der einzige Überlebende einer Katastrophe? Auf der Suche nach Lebenszeichen anderer Menschen auf der Erde bricht er auf zu einer Reise durch ein ausgestorbenes Europa. Die Reise wird zu einem Höllentrip ins eigene Ich, genährt durch bodenlose Angst und Einsamkeit. In seinem 2006 erschienenen Roman erreicht Glavinic – so urteilte der Schriftsteller Daniel Kehlmann – „die Höhe seiner Kunst, hier gelingen ihm Szenen des subtilen Grauens, wie man sie nur aus David Lynchs Filmen kennt“.

Perpetuum Mobile (ORF 2013)

von Hans Peter Meisnitzer

Synopsis

Hubert Gamper, Autohändler und ehedem der erste Profi-Skirennfahrer aus dem
Burgenland, steigt aus. Endgültig, für immer. Denn glücklich ist nur der, der aussteigen
kann. In seinem Fall aus dem Perpetuum Mobile eines falsch gelebten Lebens. Weder Beruf,
noch Ehe werden dem sensiblen Ski-Star, der nun im Betrieb seines Schwiegervaters
arbeitet, auf die Dauer gerecht. Aber bevor Hubert Gamper sich endgültig verabschiedet,
trifft er noch einmal die namenlose Erzählerin, seine Jugend- und eigentliche Lebensliebe
und verbringt mit ihr einen letzten Tag in der ehemaligen Habsburger-Stadt Zagreb.

In seinem ersten Hörspiel reizt der österreichische Autor Hans-Peter Meißnitzer geschickt
die Erzählformen des Hörspiels aus. Man folgt den aufgezeichneten Erinnerungen der
Erzählerin, um vielleicht mit ihr gemeinsam ein Indiz für ein Versäumnis zu erkennen, das
das Gröbste hätte verhindern können. Doch das Stück will keineswegs die Motive eines
Selbstmords freilegen. Es beleuchtet in einem direkten, leichten Ton, wie sehr eine
Biografie von Umständen und zufälligen Gelegenheiten geformt werden kann, wie brüchig
die Grenze zwischen Sein und Schein ist, aber auch, dass Liebe zwischen zwei Menschen
all das, über den Tod hinaus, überdauern kann.

Synopsis (PDF)

 Team

mit Mishou Friesz und Wolf Bachofner

Technik: Katharina Ahammer, Stefan Wirtitsch, Anna Kuncio

Regie: Ursula Scheidle

Was lange gärt, wird endlich Wut – Protokoll eines Asylverfahrens (ORF 2011/12)

Kurzbeschreibung

Eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit dem Phänomen „Integration Made in Austria“, sowohl im privaten, als auch im halb-öffentlichen Bereich einer lokalen Kirchengemeinde.

Pressestimmen

Presse (Pdf)

Auszeichnungen

Claus Gatterer Preis, Leopold Ungar Anerkennungspreis, Hilfswerk Journalisten Preis

Das Radiofeature „Was lange gärt wird endlich Wut/Protokoll eines Asylverfahrens“ ist eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit dem Phänomen „Integration Made in Austria“, sowohl im privaten, als auch im halb-öffentlichen Bereich einer lokalen Kirchengemeinde: Eine fünfköpfige Familie ist von der Abschiebung in den Kosovo bedroht. Ein befreundetes Ehepaar aus Wien setzt sich für sie ein und verstrickt sich im Labyrinth des behördlichen Asylverfahrens. Die Recherchen zu der im Mai 2011 ausgestrahlten Sendung begannen im März 2010. Der opportune Umgang der Bundesregierung, insbesondere des Bundesministeriums für Inneres mit dem Bleiberecht, der Europäischen Menschenrechtskonvention, sowie vor allem der UN-Kinderrechtskonvention machte eine vollinhaltliche, viele Monate dauernde Recherche in diversen Gesetzestexten notwendig. Zugleich musste der aktuelle Fall der Familie Maksuti aus Gjakova/Kosovo verfolgt werden. „Diese journalistische Beharrlichkeit, die Ausdauer und der Mut der Radiomacher, wird mit dem heurigen Prof. Claus Gatterer-Preis ausgezeichnet“, so die Jury-Begründung.

Auszeichnungen (Pdf)

Auszug aus dem Feature